Gospelkonzert in der Johanniskirche in Gera

Welch großartige Kulisse, welch wunderbares Ambiente, welch beeindruckendes Ensemble. Wer sich diese Fragen stellt, bekam am Sonntagnachmittag in Gera eine Antwort. Das beeindruckende Gebäude der Johanniskirche in Gera war an diesem verregneten Sonntagnachmittag der Austragungsort für ein Konzert des Gospelprojekts, das mit den Prädikaten emphatisch begeisternd und mitreißend nur ansatzweise beschreibbar war.

Die Akustik dieses Gotteshauses war sicherlich einer der Gründe, die das Konzert zu einem nicht alltäglichen Erleben machte. Die Sänger, das Orchester und die Band des Gospelprojekts waren bereits am Freitag vor Ort und investierten viel Energie in den Aufbau des Equipments wie Bühne und Beschallung.

Am Samstag waren dann auch alle Sänger und Instrumentalisten angereist. Besondere Anspannung und Konzentration war an diesem Tag von allen Beteiligten gefordert, denn die ersten Aufnahmen für die neue CD waren eingeplant. Mehrere Durchläufe der einstudierten Lieder oder nur einzelne Phrasen, die wiederholt werden  mussten, bis auch das letzte Detail passte, verlangte viel Aufmerksamkeit ab. Dementsprechend erschöpft waren viele Sänger am Abend.

Am Sonntagmorgen, ob ausgeschlafen und erholt bleibt im Verborgenen, erlebte das Gospelprojekt einen schönen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche in Gera mit dem Bezirksapostel Krause. Nach dem Mittagessen aus dem Lunch-Paket ging es zurück in die Johanniskirche zur Generalprobe für das am Nachmittag anberaumte Konzert.

Was das Ambiente dieser wundervollen Kirche zugrunde legte und was die Herzen der Sänger als Dank und Lobpreis zum Ausdruck brachten, kann nur empfunden nicht beschrieben werden. Ehrliche Freude, innerer Friede und Dankbarkeit an diesem Erleben teilzuhaben, war in vielen Gesichtern zu lesen.

500 Zuhörer waren gekommen und wurden beschenkt. Beschenkt mit großartigen Melodien, mit grazilen Solisten, mit einfühlsamen Klängen. Wer es nicht besser weiß, hätte meinen können selbst die Mauern dieser ehrwürdigen Kirche hätten die Klänge absorbiert. Das Wichtigste aber war, dass die Seelen und Herzen vieler Zuhörer, aber auch vieler Sänger, inspiriert, berührt und erfüllt wurden. Gebraucht man ein Schlagwort dieser Zeit, dann war dieses Konzert ein Akzent der Nachhaltigkeit – zumindest für ein paar Tage, vielleicht aber auch für mehr. Möge der Nachhall nicht nur imposant in den Gemäuern der Johanniskirche geklungen haben, möge er umso mehr in den Herzen der Menschen erwärmend klingen und tragen über Einsamkeit und Friedlosigkeit, möge er beitragen das Menschen aufstehen und aufeinander zugehen, sich die Hände reichen und sich Herzen einander öffnen.